Du legst viel Wert auf gut aussehende Fotos mit leuchtenden und authentischen Farben nach dem Druck? Mit einem ausreichend großen Wissen über Farbprofile fällt es dir leicht, hochwertige Bilder anzufertigen. Doch was sind diese Profile überhaupt? Wie verbessern sie das Druckergebnis und was hat der Farbraum damit zu tun? Einen Überblick über das Thema erhältst du in unserem Ratgeber.

Was sind Farbprofile?

Als Anwender der Fotografie ist dir sicher schon aufgefallen, dass Farben sich deutlich unterscheiden können anhand der Art des Mediums, auf dem sie zu sehen sind. Auf dem Smartphone mögen sie intensiv strahlen, doch auf dem Tablet wirken sie schlicht (oder umgekehrt). Die Unterschiede treten häufig sogar auf ähnlichen Geräten auf. So können zum Beispiel zwei verschiedene Laptop-Modelle oder PC-Monitore den Fotos ihre jeweils eigene Farbnote verleihen. Verantwortlich dafür sind die Farbprofile.

Bei Farbprofilen (auch bekannt als ICC-Profile) handelt es sich um die Art, wie Geräte Farben wiedergeben. In vielen Fällen stimmt die Wiedergabe der Farben nicht mit den Drucken überein. Das ist ein Problem, da du als engagierter Fotograf wahrscheinlich schon vor dem Druck das Endprodukt sehen willst, wie es tatsächlich nach dem Druck aussehen wird. Möchtest du ein Foto bearbeiten, kommst du also nicht umhin, dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Die Gesamtheit der Farben, Farbtöne und Helligkeitsstufen wird als Farbraum bezeichnet. Der Begriff wird häufig auf Drucker angewandt. Doch auch bei einem Monitor kann man von Farbräumen sprechen.

Das Farbprofil austauschen für eine bessere Anzeige

Ein Farbprofil lässt sich auf deinem Arbeitsgerät leicht austauschen. So sparst du dir Arbeit und gelangst mit viel höherer Wahrscheinlichkeit zu den Ergebnissen, die du dir erhoffst. Bedenke dabei: Es geht um die Darstellung auf dem Gerät und nicht um die tatsächliche Bildqualität. Das heißt, dass ein Farbprofil nicht zwingend das Bild beeinflusst. Das ist der Grund, warum sich Farben auf den Drucken teilweise so erheblich von der Darstellung auf dem Endgerät unterscheiden.

Bokeh-Effekt fotografieren

Welche Profile gibt es?

Es gibt viele Farbprofile, die du nutzen kannst. Doch es reicht oft schon aus, sich mit den drei wichtigsten bekannt zu machen: CMYK, sRGB und Adobe RGB. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du sie im Laufe deiner Fotografie-Karriere nutzen wirst.

CMYK:

Das CMYK Farbprofil ist eine gute Wahl, wenn du an Drucken arbeitest (wie etwa Broschüren oder Visitenkarten). Es nutzt die vier Farben Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). Obwohl es sich nur um eine Handvoll Farben handelt, lassen sich durch das Mischen viele verschiedene Farbtöne erzeugen.

sRGB:

Arbeitest du an einer Web-Präsentation oder an einem Druck, ist sRGB eine gute Wahl. Die Farben zeichnen sich zwar durch eine leichte Blässe aus, doch du kannst auf ein authentisches Farbergebnis mit starken Kontrasten setzen. Außerdem ist es mit vielen Druckern und Monitoren kompatibel.

Adobe RGB:

Zum Bearbeiten von Fotos eignet sich auch das Adobe RGB Farbprofil. Es ist mit sRGB vergleichbar, zeichnet sich aber durch viel mehr Farben aus. Vor allem am Bildschirm wirkt das gut. Nach dem Druckverfahren erscheinen die Farben aber etwas schwächer.

Wie kann man durch die Profile das Druckergebnis verbessern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Druckergebnisse zu verbessern. Eine einfache Methode ist, sich Leinwand-Farbprofile zu besorgen. Verbinde diese mit der Datei, die dein Foto enthält und synchronisiere die Daten. Die Farben sind dadurch auf dem Gerät wie nach dem Druck. Eine weitere Möglichkeit setzt direkt am Gerät oder am Monitor an. Indem du es korrekt kalibrierst, kannst du ebenfalls für authentische Farbergebnisse sorgen.

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