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Hochzeit im Regen - so fotografierst Du bei schlechtem Wetter

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Fotografneren bei schlechtem Wetter - Hochzeit im Regen

Gute Bilder trotz schlechten Wetters - so gehst Du auf Hochzeit und Event mit Regen um

Eventfotografie leidet im Vergleich zu Bildern im Studio immer unter einem gewissen Live-Effekt. Das ist natürlich für Dich bereits dann anstrengend, wenn alles optimal verläuft: Konzentration, Technik und Motiv müssen einfach sitzen. Schließlich gibt es meist keine Option, die entscheidenden Momente nachzuholen.

Aber was kannst Du tun, wenn die Natur partout nicht mitspielt? Regenwolken, Sturm und Hagel brauen sich am Himmel zusammen und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wie Du auch an stürmischen Tagen noch tolle Bilder schaffen kannst und wie Du bei schlechtem Wetter fotografierst, verraten wir Dir hier.

Wetterbeständigkeit ist auch Vorbereitung

Wenn Du am Tag der Veranstaltung bereits merkst, dass sich ein Unwetter zusammenbraut oder die Wahrscheinlichkeit für Regenwolken hoch ist, solltest Du Dich entsprechend vorbereiten. Braut und Bräutigam sind natürlich an ihre Garderobe gebunden, Du bist da etwas freier. Ein Poncho hält Dich auch an längeren Tagen trocken. Und während die Gäste auf einer Hochzeit sich ab und an mal unterstellen können, musst Du Fotos oft unter freiem Himmel schießen. Denk also an die passende Garderobe.

Was für Dich gilt, gilt selbstverständlich auch für Deine Kamera. Ein wasserdichtes Case ist in solchen Fällen ein echtes Plus, allerdings solltest Du Dich vorher an die Bedienung gewöhnen. Je nach Case kann das mal mehr, mal weniger gut funktionieren. Regen muss Deine Kamera dann im Einsatz aber nicht befürchten. Gerade an stürmischen Tagen sind lichtstarke Zoomoptiken empfehlenswert, denn so musst Du die Optiken nicht wechseln. Das empfiehlt sich für Eventfotografen natürlich ohnehin, doch wenn Regen beim Objektivwechsel auf den Sensor geraten könnte, ist das gleich doppelt relevant.

Wenn es stürmt und schneit: Fotos im Regen

Wirklich schlimm sieht ein stürmischer Himmel auf Hochzeit oder Event meist nicht aus. Im Gegenteil: Klare Zeichnung in den Wolken, ein dramatischer Himmel und davor leuchtende Hauttöne, das hat einen ganz besonderen Look. Ob Schwarzweißfotos oder Bilder mit hervorgehobener Struktur, wirken bei grauem Himmel besonders gut. Wenn Du Glück hast, erwischst Du sogar noch einige Lichtfinger im Himmel oder ein malerischer Nebel lässt das Event in der Ferne in Grau versinken.

Peitscht der Wind, so ergibt dies oft ungewollt dramatische Aufnahmen. Serienaufnahmen eignen sich hier besonders gut, denn so kannst Du nach der Hochzeit aus einer großen Auswahl die besten Bilder selektieren. Mit einer kurzen Belichtungszeit stellst Du außerdem sicher, dass wehende Haare knackig scharf sind. Nutze, was das Wetter Dir gibt. Solange Regen, Hagel, Schnee oder Sturm nicht Überhand nehmen, arbeitest Du einfach mit der Natur.

Für Braut und Bräutigam solltest Du bei schlechtem Wetter aber gesondert vorbereitet sein. Sieht es bereits am Vortag nach einer Hochzeit im Regen aus, bitte das Paar um Gummistiefel. Nutze die stapfenden Schritte und Reflexionen in den Pfützen für Fotos, die im Sonnenschein unmöglich wären.

Bring zusätzlich ein oder zwei Schirme mit, so bleibt zumindest das Brautpaar während der Fotos trocken. Mag man Dir vereinzelt zu bunten Schirmen raten, so solltest Du tatsächlich eher zu schwarzen oder weißen Schirmen greifen. Diese fungieren nämlich als Softbox, ein bunter Schirm kann das Gesicht doch arg verfärben. Weiße Schirme hingegen sorgen für einen flächigen Schein und ein dunkler Schirm bietet eine neutrale Abdunklung - zumal weiß und schwarz immer zur Garderobe von Event oder Hochzeit passt.

Letzte Rettung - Innenräume

Wenn dem Regen gar nicht beizukommen ist und Hochzeit, Geburtstag oder Event buchstäblich ins Wasser fällt, dann musst Du gegebenenfalls Kleinbei geben.

Auch in Kirchen, Burgen oder Restaurant lassen sich tolle Fotos inszenieren, überdachte Terrassen oder der Blick aus dem Fenster (wie bei Caspar David Friedrich) sind auch malerische Motive. Achte einfach am Morgen darauf, die richtige Ausrüstung bei Dir zu tragen. Ein Blitz, ein Ringlicht, eine Blitzanlage, schnelle Objektive und ein Stativ oder Einbein erlauben auch in dunkleren Locations noch spektakuläre Fotos. Wenn Du eine lichtstarke Kamera besitzt, musst Du Dir natürlich noch weniger Sorgen machen. Hier lohnt sich eventuell auch ein Leihgerät. Spiegelreflexkameras sind im Verleih meist nicht teuer, auf dem Event lassen sich so aber spektakuläre Bilder mit Technik machen, die Du nicht unbedingt selbst besitzen musst.

In Städten bist Du natürlich nicht auf die Hochzeits- oder Eventlocation am Ort der Trauung angewiesen, sondern kannst ausweichen. Das erfordert natürlich ein gutes Netzwerk und ein wenig Vorausplanung. Behalte solche Optionen bereits im Vorfeld im Kopf, sammel Visitenkarten von interessanten Cafés, Restaurants, alten Kinos, Scheunen, Sälen, etc. - eine Sammlung an Locations wird Deine Bilder nicht nur an Regentagen aufwerten, sondern ist auch generell eine gute Ergänzung für Dein Portfolio. Schließlich gibt es kaum etwas, das Deinen Bildern so viel Production Value hinzufügt wie ein passender Hintergrund.

Schlechtes Wetter ist kein Grund für schlechte Fotos

Regen, Sturm, dunkle Wolken; all das ist kein Grund für schlechte Bilder. Mit der richtigen Vorbereitung musst Du auch kleinere Unwetter nicht fürchten. Wenn Außenbereiche unbegehbar werden, dann kannst Du immer noch auf Innenräume ausweichen.

Der wichtigste Tipp bei schlechtem Wetter ist und bleibt aber (nicht nur bei Eventfotos) der Blick auf den Wetterbericht. Nur so weißt Du, womit genau Du rechnen musst.

Hilfreiche Links bei schlechtem Wetter als Fotograf:

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