Neu im Fotografiegeschäft - Wie finde ich Aufträge?

Marketing

Wer darüber nachdenkt, sich als Fotograf selbstständig zu machen oder seiner bereits laufenden Karriere einen neuen Schub geben will, braucht Aufträge. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie neue Kunden gewonnen werden können. Wie so oft ist auch hier aller Anfang schwer. Welche Schritte sinnvoll sind und was es zu beachten gilt, soll hier beschrieben werden.

Die Selbstvermarktung

Die meisten Berufseinsteiger werden noch kein umfangreiches Netzwerk haben und müssen sich die für das Geschäft relevanten Kontakte erst mühsam aufbauen. Das fällt vielen schwer, denn ohne Routine ist die Selbstvermarktung fast immer eine Überwindung - die sich aber lohnt. Wer hartnäckig bleibt, kann auf verschiedenen Wegen potentielle Kunden erreichen und so an lukrative Fotoaufträge kommen. Welche Maßnahmen individuell sinnvoll sind, hängt sowohl von der Ausrichtung Ihrer Tätigkeit als Fotograf ab, als auch vom Budget, das Ihnen zur Verfügung steht. Auch wer nicht das Glück hat, mit einem üppigen Startkapital ausgestattet zu sein, findet allerhand Möglichkeiten, mit nur geringem oder sogar gar keinem finanziellen Aufwand effektive Marketing-Maßnahmen zu ergreifen.

Annika & Soenke | Foto 3746 | portraitbox
© Frisch Fotografie /

Die fotografische Ausrichtung

Bevor Sie anfangen, wahllos nach neuer Kundschaft zu suchen, sollten Sie sich einige Gedanken darüber machen, wo Sie sich selber als Fotograf sehen. Immer wieder hört man, dass eine Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich für den Erfolg unerlässlich sei. Das mag z. T. zutreffen, birgt aber auch ein Risiko. Wer sich zu sehr selbst einschränkt läuft immer Gefahr, dass der einstige Traumberuf nach einiger Zeit nur noch langweilig erscheint, was zu Frustration führt. Richten Sie deshalb Ihr Geschäft darauf aus, was Ihnen Spaß macht und dauerhaft interessant bleibt. Es gibt viele Fotografen, die eben nicht nur Passbilder anfertigen, sondern in mehreren Feldern gleichzeitig aktiv sind. Nur wenn Ihnen die Arbeit Spaß macht, können auch wirklich gute Ergebnisse dabei herauskommen. Wer ordentliche Bilder macht und sich darüber hinaus noch richtig verkaufen kann, wird langfristig keine Probleme damit haben, z. B. als Portrait- und Produktfotograf anerkannt zu sein.

 | Foto 6736 | portraitbox
© Artshot Studio / Artshot Studio

Die Zielgruppe

Steht die fotografische Ausrichtung erst einmal fest, können Sie anhand dessen Ihre Zielgruppe definieren und daraufhin Ihre Akquise ausrichten. Wer eher Business-Portraits erstellen will, geht dabei naturgemäß anders vor, als ein Architektur-Fotograf. Wer in mehreren Feldern aktiv ist, benötigt auch unterschiedliche, klar voneinander abgegrenzte Portfolios. Sorgen Sie dafür, dass Interessenten genau die Bilder zu sehen bekommen, die für ihn relevant sind. Privatleute können Sie z. B. mittels eines gut gestalteten Flyers erreichen, auf dem bereits ein paar Ihrer Bilder erkennbar sind. Bei einem Besuch in Unternehmen und Agenturen bietet es sich wiederum an, eine Mappe eigens für den jeweiligen Ansprechpartner zusammenzustellen und auf dessen Bedürfnisse hin auszurichten.

Wunderschöner Babybauch | Foto 10690 | portraitbox
© Michael Oestreich / Liebefotografieren

Kunden ansprechen

Das Ansprechen potentieller Kunden kann auf vielen verschiedenen Wegen geschehen, wobei nicht alle davon immer gleich sinnvoll sind. Hier ist es überaus hilfreich, sich zunächst in die anvisierte Zielgruppe hinein zu versetzen.

Am unaufdringlichsten ist die passive Kundengewinnung, wobei passiv nicht bedeutet, dass Ihnen die Aufträge nur so ins Haus flattern, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen. Um von Menschen wahrgenommen und beauftragt zu werden, benötigen Sie ein gutes Portfolio, das an den richtigen Stellen veröffentlicht werden sollte.

 | Foto 14350 | portraitbox
© P. Baiker / RockOn-Photography

In der Fotografensuche von portraitbox können Sie sich beispielsweise einen kostenlosen Account einrichten und Ihre besten Bilder in die Galerie hochladen. Wann immer jemand aus Ihrer Region nun einen Fotografen für die Hochzeit, ein Portrait-Shooting oder andere Dienstleistungen sucht, sind Sie in der Auswahl. Anhand der von Ihnen bereitgestellten Fotografien kann sich der potentielle Kunde direkt einen Eindruck von der Qualität und Ihrem persönlichen Stil machen. Ist er von Ihrem Angebot überzeugt, wird er daraufhin eine Anfrage stellen und die Modalitäten mit Ihnen aushandeln. Das hat für Sie den großen Vorteil, dass die Aufträge zu Ihnen kommen, anstatt sich durch die mühselige und nervenaufreibende Kaltakquise zu kämpfen. Wer Sie über die Fotografensuche kontaktiert, sucht einen Fotografen und ist speziell an Ihren Bildern interessiert.

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 | Foto 18363 | portraitbox
© PicturePeople GmbH & Co. KG / PicturePeople Fotostudios Rhein-Center

Ohne Referenzen geht nichts

Die meisten Neulinge in der Branche stehen zu Beginn ihrer Karriere vor dem gleichen Problem: Sie brauchen Referenzen. Auch wer die Fotografie bereits seit langer Zeit als Hobby betreibt und im Rahmen dessen tolle Bilder vorzuweisen hat, hat deshalb nicht automatisch auch passende Fotos für das geschäftliche Portfolio. Das aber ist ein Grundpfeiler für die Neukundengewinnung, denn wer keine Fotos aus dem Bereich seiner angebotenen Dienstleistung vorzeigen kann, wird auch niemanden überzeugen können, ihn zu buchen.

 | Foto 21705 | portraitbox
© patricia behr / PaBeFotografie

Um an Referenzen zu kommen, bleibt Ihnen deshalb meist nichts anderes übrig, als bei entsprechenden Leuten und Institutionen anzubieten, kostenlose Bilder zu machen. Dabei sollten Sie natürlich darauf achten, alle Veröffentlichungsrechte an den Fotos zu behalten, denn sonst haben Sie Ihre Arbeit am Ende nicht nur kostenlos, sondern umsonst gemacht. Portrait-Shootings mit guten Freunden können ein Weg sein oder für angehende Veranstaltungsfotografen z. B. ein Konzertabend oder eine größere Feier im Bekanntenkreis. Wer hier das Beste herausholt, hat im Nu ein solides Portfolio zusammen, mit dem Sie sich und Ihre Arbeit repräsentieren können. Ein netter Nebeneffekt: Sind die kostenlosen Arbeiten gut gelungen, können bereits daraus Kontakte und somit tatsächliche Folgeaufträge entstehen.

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